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50 Jahre BC - MEGA STEAM FESTIVAL der Museumsbahn Blonay–Chamby: Die G 3/3 Dampftenderlokomotive BAM Nr.

(ID 720515)


50 Jahre BC - MEGA STEAM FESTIVAL der Museumsbahn Blonay–Chamby:
Die G 3/3 Dampftenderlokomotive BAM Nr. 6 der Museumsbahn Blonay–Chamby, ex JS G 3/3 909, ex SBB G 3/3 109, ex BAM G 3/3 6, fährt am 19.05.2018 mit einem Zug von Blonay nach Chaulin hinauf. 

Die Lok wurde1901 von der Schweizerische Lokomotiv- und Maschinenfabrik (SLM) in Winterthur unter der Fabriknummer 1341 gebaut und an die JS (Jura–Simplon-Bahn), als Tallok (für die Flachstrecke Interlaken-Meiringen), geliefert. Die JS entstand 1890 durch die Fusion der JBL (Jura–Bern–Luzern) mit den Suisse-Occidentale–Simplon (SOS), die Lok wurde aber auch noch als JBL G 3/3 309 geführt. Die JS wurde1903, damals größtes Bahnunternehmen der Schweiz, verstaatlicht und in die SBB integriert (nun SBB Brünigbahn), so erhielt die Lok die Bezeichnung SBB 109. 1921 wurde sie dann an die BAM (Bière–Apples–Morges-Bahn) verkauft. Die Lok erhielt nicht nach der Reihenfolge der vier BAM-Maschinen die Nummer 5 sondern Nummer 6, weil man einfach die „Zahl Neun“ (der 109) umdrehte und verwendete.

Zwischen 1887 und 1903 wurden insgesamt 16 baugleiche dieser Dampf-Tenderlokomotiven der Bauart G 3/3 von der SLM in Winterthur gebaut. Für die JBL, sowie deren Nachfolgerin, JS und die SBB Brünigbahn wurden insgesamt 10 Lokomotiven dieses Typs geliefert, für die BAM waren es 4 und für die MOB waren es 2 Lok. 

Die mit Außenrahmen versehenen Dampftenderlokomotiven, besaßen Treibräder mit einem Durchmesser von 1050 mm. Einzig die beiden MOB Dampflokomotiven wurden mit kleineren Treibrädern von 950 mm ausgeliefert, um in den Steigungen bis zu 73 ‰ eine höhere Zugkraft zu erreichen. Dadurch sank die Höchstgeschwindigkeit bei den MOB Dampflokomotive von 45 auf 35 km/h. Der Kesseldruck wurde von anfänglich 11 bar bei den Brünigbahn Dampflokomotiven, bei den nachfolgenden BAM und MOB Dampflokomotiven auf 12 bar erhöht.

Auf dem Kessel waren ein Dampfdom und ein Sanddom. Auf dem Dampfdom befand sich das Sicherheitsventil. Auf den Schieberkästen befanden sich Ricour-Saugventile. Die mittlere Achse war als Treibachse ausgeführt. Die außenliegende Steuerung war eine nach Walschaert mit Taschenkulisse. Die Federn befanden sich über den Achslagern und deren Stützen waren unterhalb des Umlaufbleches montiert. Die ersten sechs Dampflokomotiven der JBL hatten noch einen Querausgleich zwischen den vorderen Stützen der ersten Achse. Auf diesen wurde bei den letzten 10 Maschinen verzichtet. Während die Brünigbahnlokomotiven eine Leistung von 180 PS erbrachten, konnte dank Erhöhung des Druckes die Leistung der BAM und MOB Lokomotiven auf 200 PS erhöht werden. Neben dem Kessel befanden sich beidseitig die Wasser- und Kohlekästen. Während die Brünigbahn- und BAM-Lokomotiven nur Schwerkraft-Sander hatten, war bei den MOB-Lokomotiven ein Dampfsander eingebaut.

TECHNISCHE DATEN:
Spurweite: 1.000 mm (Meterspur)
Achsformel: C'
Länge über Puffer: 7.020 mm
Achsabstände: 2 x 1.250 mm = 2.500 mm
Dienstgewicht: 20 t
Höchstgeschwindigkeit: 45 km/h (MOB Loks 35 km/h)
Leistung: 180 PS (nach Umbau bei BAM 200 PS, wie alle BAM und MOB Loks)
Anfahrzugkraft: 2.650 kg (MOB Loks 3.000 kg)
Treibraddurchmesser: 1.050 mm (MOB Loks 950 mm)
Zylinderanzahl: 2
Zylinderdurchmesser: 310
Kolbenhub: 480
Kesselüberdruck: 11 Bar am Brünig (nach Umbau bei BAM 12 Bar)
Anzahl der Heizrohre: 126
Heizrohrlänge: 2.900 mm
Rostfläche: 0.8 m²
Überhitzerfläche: 10.2 m²
Verdampfungsheizfläche: 50.2 m²
Wasservorrat: 2,6 m³
Kohlevorrat: 0.5 t

50 Jahre BC - MEGA STEAM FESTIVAL der Museumsbahn Blonay–Chamby:
Die G 3/3 Dampftenderlokomotive BAM Nr. 6 der Museumsbahn Blonay–Chamby, ex JS G 3/3 909, ex SBB G 3/3 109, ex BAM G 3/3 6, fährt am 19.05.2018 mit einem Zug von Blonay nach Chaulin hinauf.

Die Lok wurde1901 von der Schweizerische Lokomotiv- und Maschinenfabrik (SLM) in Winterthur unter der Fabriknummer 1341 gebaut und an die JS (Jura–Simplon-Bahn), als Tallok (für die Flachstrecke Interlaken-Meiringen), geliefert. Die JS entstand 1890 durch die Fusion der JBL (Jura–Bern–Luzern) mit den Suisse-Occidentale–Simplon (SOS), die Lok wurde aber auch noch als JBL G 3/3 309 geführt. Die JS wurde1903, damals größtes Bahnunternehmen der Schweiz, verstaatlicht und in die SBB integriert (nun SBB Brünigbahn), so erhielt die Lok die Bezeichnung SBB 109. 1921 wurde sie dann an die BAM (Bière–Apples–Morges-Bahn) verkauft. Die Lok erhielt nicht nach der Reihenfolge der vier BAM-Maschinen die Nummer 5 sondern Nummer 6, weil man einfach die „Zahl Neun“ (der 109) umdrehte und verwendete.

Zwischen 1887 und 1903 wurden insgesamt 16 baugleiche dieser Dampf-Tenderlokomotiven der Bauart G 3/3 von der SLM in Winterthur gebaut. Für die JBL, sowie deren Nachfolgerin, JS und die SBB Brünigbahn wurden insgesamt 10 Lokomotiven dieses Typs geliefert, für die BAM waren es 4 und für die MOB waren es 2 Lok.

Die mit Außenrahmen versehenen Dampftenderlokomotiven, besaßen Treibräder mit einem Durchmesser von 1050 mm. Einzig die beiden MOB Dampflokomotiven wurden mit kleineren Treibrädern von 950 mm ausgeliefert, um in den Steigungen bis zu 73 ‰ eine höhere Zugkraft zu erreichen. Dadurch sank die Höchstgeschwindigkeit bei den MOB Dampflokomotive von 45 auf 35 km/h. Der Kesseldruck wurde von anfänglich 11 bar bei den Brünigbahn Dampflokomotiven, bei den nachfolgenden BAM und MOB Dampflokomotiven auf 12 bar erhöht.

Auf dem Kessel waren ein Dampfdom und ein Sanddom. Auf dem Dampfdom befand sich das Sicherheitsventil. Auf den Schieberkästen befanden sich Ricour-Saugventile. Die mittlere Achse war als Treibachse ausgeführt. Die außenliegende Steuerung war eine nach Walschaert mit Taschenkulisse. Die Federn befanden sich über den Achslagern und deren Stützen waren unterhalb des Umlaufbleches montiert. Die ersten sechs Dampflokomotiven der JBL hatten noch einen Querausgleich zwischen den vorderen Stützen der ersten Achse. Auf diesen wurde bei den letzten 10 Maschinen verzichtet. Während die Brünigbahnlokomotiven eine Leistung von 180 PS erbrachten, konnte dank Erhöhung des Druckes die Leistung der BAM und MOB Lokomotiven auf 200 PS erhöht werden. Neben dem Kessel befanden sich beidseitig die Wasser- und Kohlekästen. Während die Brünigbahn- und BAM-Lokomotiven nur Schwerkraft-Sander hatten, war bei den MOB-Lokomotiven ein Dampfsander eingebaut.

TECHNISCHE DATEN:
Spurweite: 1.000 mm (Meterspur)
Achsformel: C'
Länge über Puffer: 7.020 mm
Achsabstände: 2 x 1.250 mm = 2.500 mm
Dienstgewicht: 20 t
Höchstgeschwindigkeit: 45 km/h (MOB Loks 35 km/h)
Leistung: 180 PS (nach Umbau bei BAM 200 PS, wie alle BAM und MOB Loks)
Anfahrzugkraft: 2.650 kg (MOB Loks 3.000 kg)
Treibraddurchmesser: 1.050 mm (MOB Loks 950 mm)
Zylinderanzahl: 2
Zylinderdurchmesser: 310
Kolbenhub: 480
Kesselüberdruck: 11 Bar am Brünig (nach Umbau bei BAM 12 Bar)
Anzahl der Heizrohre: 126
Heizrohrlänge: 2.900 mm
Rostfläche: 0.8 m²
Überhitzerfläche: 10.2 m²
Verdampfungsheizfläche: 50.2 m²
Wasservorrat: 2,6 m³
Kohlevorrat: 0.5 t

Armin Schwarz 02.12.2020, 529 Aufrufe, 0 Kommentare

EXIF: Canon Canon EOS 6D, Datum 2018:05:19 14:00:28, Belichtungsdauer: 1/200, Blende: 10/1, ISO100, Brennweite: 28/1

0 Kommentare, Alle Kommentare
G 3/3 2 'Le Père Frédéric' in der Glasschachtel in Les Brenets. Juli 2021. Da ich kein Bild von der Lok fand, darf sie auch mal ins Bild... ;-) ... sie ist ja auch wichtig...

Während im benachbarten Frankreich Dutzende lokaler Schmalspurbahnen allein in der Region spurlos verschwunden sind, ist hier ein Zeugnis dieser Zeit hinter Glas noch sichtbar. Man stelle sich in der Region hinter der Grenze all diese  Strassenbahnen  vor, etwa von Morteau über Maîche nach Trevilliers.

Le Père Frédéric bekam aber nicht nur dieses Schaufenster in die Vergangenheit sondern auch ein Gedicht geschrieben und zudem ein Lied komponiert. Vielleicht nicht so bekannt wie die Schwäbische Eisebahne, aber welcher Lok wurde soviel Poesie gewidmet?
 
Zum Schluss noch ein paar technische Daten. 
Spurweite 1000 mm
LüP 5,21 m
Höhe 3 m
Gewicht 12,8 t
Höchstgeschwindigkeit 25 km/h
Leistunge 160 PS
Baujahr 1890
Hersteller SLM

Die Fahrt gab es zum Preis von 40 Rappen. Insgesamt 1,45 Millionen Kilometer bewältigte die Lok in ihrer 60-jährigen Karriere und transportierte dabei 7,5 Millionen Passagiere. Tagesrekord war der erste Sonntag im Jahr 1929 mit 6464 Passagieren, an diesem Tag fuhren alle zum Schlittschuhlaufen auf dem Doubs.
G 3/3 2 'Le Père Frédéric' in der Glasschachtel in Les Brenets. Juli 2021. Da ich kein Bild von der Lok fand, darf sie auch mal ins Bild... ;-) ... sie ist ja auch wichtig... Während im benachbarten Frankreich Dutzende lokaler Schmalspurbahnen allein in der Region spurlos verschwunden sind, ist hier ein Zeugnis dieser Zeit hinter Glas noch sichtbar. Man stelle sich in der Region hinter der Grenze all diese "Strassenbahnen" vor, etwa von Morteau über Maîche nach Trevilliers. Le Père Frédéric bekam aber nicht nur dieses Schaufenster in die Vergangenheit sondern auch ein Gedicht geschrieben und zudem ein Lied komponiert. Vielleicht nicht so bekannt wie die Schwäbische Eisebahne, aber welcher Lok wurde soviel Poesie gewidmet? Zum Schluss noch ein paar technische Daten. Spurweite 1000 mm LüP 5,21 m Höhe 3 m Gewicht 12,8 t Höchstgeschwindigkeit 25 km/h Leistunge 160 PS Baujahr 1890 Hersteller SLM Die Fahrt gab es zum Preis von 40 Rappen. Insgesamt 1,45 Millionen Kilometer bewältigte die Lok in ihrer 60-jährigen Karriere und transportierte dabei 7,5 Millionen Passagiere. Tagesrekord war der erste Sonntag im Jahr 1929 mit 6464 Passagieren, an diesem Tag fuhren alle zum Schlittschuhlaufen auf dem Doubs.
Olli

Nachdem die BDF HG 3/4 N° 3 der Blonay - Chamby Bahn aus der Revision von Meningen zur BC zurückgekehrt ist, hat sie von der SEG G 2 2/2 105 die Hauptlast der Dampfzüge übernommen. Doch hin und wieder wird auch die LEB G 3/3 N° 5 (Baujahr 1890) eingesetzt, so an diesem Augusttag. 
Die LEB G 3/3 N° 5 rangiert in Blonay um den Dampfzug nach Chaulin zu übernehmen. 

4. Augst 2024
Nachdem die BDF HG 3/4 N° 3 der Blonay - Chamby Bahn aus der Revision von Meningen zur BC zurückgekehrt ist, hat sie von der SEG G 2 2/2 105 die Hauptlast der Dampfzüge übernommen. Doch hin und wieder wird auch die LEB G 3/3 N° 5 (Baujahr 1890) eingesetzt, so an diesem Augusttag. Die LEB G 3/3 N° 5 rangiert in Blonay um den Dampfzug nach Chaulin zu übernehmen. 4. Augst 2024
Stefan Wohlfahrt

Die LEB G 3/3 N° 5 (Baujahr 1890) ist mit ihrem Dampfzug von Blonay nach Chaulin in Chamby angekommen. 

4. Augst 2024
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Stefan Wohlfahrt

Während die BFD HG 3/4 N° 3 der Blonay Chamby Bahn in der Lokwartung kalt abgestellt ist, dampft die LEB G 3/3 N° 5 (Baujahr 1890) der Blonay Chamby Bahn zur Lokwartung und lässt herrlich ihre Nieten in der Sonne funkeln.

4. Aug. 2024
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Stefan Wohlfahrt