Ende einer Ära oder Gleichstrombetrieb adieu.
Die Kleinstadt Orbe teilt sich ein Problem vieler Orte entlang früh gebauter Bahnlinien. Bahnstrecken mussten wegen mangelnder Zugkraft der frühen Lokomotiven möglichst in der Ebene gebaut werden. Zudem waren anfänglich die Belange der Fahrgäste eher zweitrangig, Bahnen bauten passend für ihren Betrieb. Viele historische Städte waren aber auf strategisch gut zu verteidigenden Anhöhen gebaut und wurden von den Bahnstrecken umfahren. Somit drohte all diesen Orten ein wirtschaftlicher Abstieg, da die Bahn für die Logistik immer wichtiger wurde. Ziehmlich häufig traf es Orte in Bayern, wo die Bahnverwaltung aus heutiger Sicht eher selbstzentriert arbeitete. Ein Lösung brachte das Lokalbahngesetz, das somit auch eine neue Klasse Eisenbahnen schuf, womit die Erschließung je nach lokaler Initiative von kleinen Unternehmen schnell erfolgte. Orbe dürfte nebst Balsthal das wohl prominenteste Beispiel der Schweiz mit einer parallelen Entwicklung zur "Lokalbahn" sein.
Da das Elektrizitätswerk Orbe Betreiber der Bahn werden sollte, lag es nahe, die seinerzeit 'hypermoderne' Elektrizität auch gleich für die neueste Entwicklung der Bahnwelt zu nutzen, die elektrische Eisenbahn. So entstand 1894 womöglich die erste elektrische Normalspurbahn auf dem europäischen Kontinent, noch ein Jahr vor der ersten deutschen Normalspur-Strecke Tettnang-Meckenbeuren. Die Inbetriebnahme fand auch nur ein Jahr nach der normalspurigen Liverpool Overhead Railway statt. Zu dieser Zeit steckte die Technik noch in den Kinderschuhen, so dass mit 700 Volt eine bescheidene Spannung genutzt wird. Zwar sind zwei wichtige Fahrzeuge im Museum gelandet, dennoch überrascht dieser sang- und klanglose Abschied von dieser Technik, deren Implementierung man eigentlich einst als sensationell bezeichnen könnte. Deswegen ist zum endgültigen Ende des Gleichstrombetriebs nur noch ein Gastarbeiter aus dem grossen Kanton auf der Strecke mit Gleichstrom unterwegs. Für authentischen Betrieb aus diesen Anfangstagen muss man jetzt nach Trossingen in Baden-Württemberg fahren, wo mit Zeug Christe ein Triebwagen aus dem Jahr 1898 an ganz wenigen Fahrtagen unterwegs ist.
Der Karlsruher Zweisystem-Strassenbahn "Be 4/8 003" alias 94 800 450 003-9 D-TVYS wartet im Bahnhof Orbe auf seine nächste Runde, um die Fahrgäste zu den S-Bahnen in Chavornay zu bringen. Dezember 2025.
Und in diesem Sinne werden wir sehen, wie der neue Service nach dem direkten Anschluss an Lausanne angenommen wird, wenn die Leitungen und die neue Verbindungskurve zum Bahnsteig in Chavornay in Betrieb sein wird. Olli
Ende einer Ära.
Halt der Karlsruher Zweisystem-Strassenbahn "Be 4/8 003" alias 94 800 450 003-9 D-TVYS in St. Eloi, kaum dass die Fahrt im Bahnhof begonnen hat. Der Bahnsteig reicht gerade so eben für die Strassenbahn aus. Wohin der geplante 110 m Bahnsteig erweitert werden soll, entzieht sich meiner Kenntnis, aber ich stehe beim Fotografieren bereits auf der Straße, das Fahrzeug ist selbst aber noch auf der Orbe-Brücke. Orbe, Dezember 2025. Olli
Ende einer Ära.
Tag der offenen Tore auch bei der OC. Am 842 705 ist eine G 1000 BB von Vossloh und wurde ursprünglich 2004 an die Raffinerie in Collombey geliefert. Nach der Schließung der Raffinerie wurde sie an die Travys verkauft, die für den Gleichstrombetrieb der übernommenen OC offenbar wenig Verständnis hatte. So wurde der Güterverkehr auf der kurzen Stichstrecke delektrifiziert. Orbe, Dezember 2025. Olli
Ende einer Ära.
Ee 2/2 1 ist schon einige Tage außer Betrieb und war noch lange für den Güterverkehr auf der kurzen Privatbahn zuständig, bevor die Dieselloks den Betrieb übernahmen. Hier am Lokschuppen von Orbe, Dezember 2025. Olli
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